Was kostet eine Wärmepumpe mit Einbau?
Das hängt vor allem von der Heizlast Ihres Hauses ab, also davon, wie viel Wärme es an kalten Tagen braucht, und davon, ob Heizkörper oder Leitungen angepasst werden müssen. Deshalb nennen wir keinen Pauschalpreis aus der Ferne. Nach dem Vor-Ort-Termin bekommen Sie einen Festpreis, in dem Gerät, Einbau, Ausbau der alten Heizung und Inbetriebnahme stehen, und daneben gleich, welcher Teil davon über die Förderung zurückkommt.
Wie viel Förderung bekomme ich für die Wärmepumpe?
Für den Heizungstausch im bestehenden Haus gibt es einen Zuschuss der KfW. Die Grundförderung von 30 Prozent bekommen alle, auch Vermieter. Wohnen Sie selbst im Haus, kommen Boni dazu: 16 Prozent für den Austausch einer Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung oder einer Gasheizung, die mindestens 20 Jahre alt ist, und abhängig vom Haushaltseinkommen ein Einkommensbonus von 10 bis 40 Prozent. Zusammen sind bis zu 70 Prozent möglich, bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 30.000 Euro (mit Kind 40.000 Euro) bis zu 80 Prozent, gerechnet auf höchstens 28.000 Euro förderfähige Kosten beim Einfamilienhaus. Stand ist September 2026, ab Februar 2027 sinken Bonus und Höchstbetrag schrittweise. Wer sich früher entscheidet, bekommt also mehr.
Wann muss der Förderantrag gestellt werden?
Bevor die Arbeiten beginnen. Das ist der häufigste Fehler, der Hausbesitzer den Zuschuss kostet. Die Reihenfolge ist deshalb immer dieselbe: Wir planen, Sie bekommen das Angebot, der Antrag geht raus, und erst danach bauen wir. Den Antrag bereiten wir für Sie vor, Sie müssen ihn nur noch freigeben.
Brauche ich eine Fußbodenheizung oder neue Heizkörper?
Eine Fußbodenheizung brauchen Sie nicht. Die Wärmepumpe arbeitet am sparsamsten, wenn das Heizwasser nicht zu heiß sein muss. Bei vielen Häusern reichen dafür die vorhandenen Heizkörper, manchmal tauschen wir einzelne in den Räumen, die sonst nicht warm genug werden. Welche das sind, rechnen wir beim Vor-Ort-Termin Raum für Raum aus, statt Ihnen vorsorglich alle neuen zu verkaufen.
Wird es im Winter auch bei Frost warm?
Ja. Die Wärmepumpen, die wir einbauen, holen auch bei zweistelligen Minusgraden noch Wärme aus der Außenluft und arbeiten bis etwa minus 20 Grad. Für die wenigen sehr kalten Stunden im Jahr ist ein Heizstab eingebaut, der kurz unterstützt. Wichtig ist, dass die Anlage zur Heizlast Ihres Hauses passt, und genau darauf legen wir sie aus.
Wie hoch sind die Stromkosten einer Wärmepumpe?
Deutlich niedriger, als viele befürchten. In unserem Beispielhaus werden aus 18.000 Kilowattstunden Gas im Jahr rund 4.960 Kilowattstunden Strom, weil die Wärmepumpe aus jeder Kilowattstunde Strom gut drei Kilowattstunden Wärme macht. Mit einem eigenen Wärmepumpentarif sind das rund 1.330 Euro im Jahr statt 2.160 Euro für Gas. Der Tarif ist günstiger als Haushaltsstrom, weil steuerbare Wärmepumpen weniger Netzentgelt zahlen. Mit einer Solaranlage kommt zusätzlich ein Teil des Stroms vom eigenen Dach. Was das für Ihr Haus heißt, zeigt Ihnen der Rechner weiter oben.
Wo steht das Außengerät, und stört es die Nachbarn?
Meist im Garten oder an der Hauswand, so nah am Heizungsraum wie möglich. Den Platz wählen wir so, dass am nächsten Nachbarfenster die Richtwerte der TA Lärm auch nachts eingehalten werden, und halten Abstand zu Schlafzimmerfenstern und Ecken, die den Schall zurückwerfen. Im Betrieb ist ein gut aufgestelltes Gerät kaum lauter als ein Kühlschrank.
Was passiert mit meiner alten Öl- oder Gasheizung?
Die bauen wir aus und nehmen sie mit. Bei einer Ölheizung klären wir in der Planung, ob der Tank gereinigt und stillgelegt werden muss, damit am Ende nichts liegen bleibt. Beim Gasanschluss sagen wir Ihnen, was Sie beim Versorger kündigen oder abmelden sollten.
Brauche ich einen neuen Zähler oder Zählerschrank?
Manchmal. Neue Wärmepumpen werden beim Netzbetreiber als steuerbare Verbraucher angemeldet, damit Sie die günstigeren Netzentgelte bekommen. Je nach Alter Ihres Zählerschranks muss er dafür erweitert oder erneuert werden. Das sehen wir beim Vor-Ort-Termin, es steht dann im Festpreis, und die Anmeldung beim Netzbetreiber übernehmen wir.
Wie lange dauert der Einbau, und wie lange bin ich ohne Heizung?
Der Einbau selbst dauert wenige Tage: Außengerät setzen, an Heizkreis und Strom anschließen, alte Heizung raus, Inbetriebnahme. Ohne Wärme sind Sie nur während der eigentlichen Umstellung. Im Winter legen wir den Termin mit Ihnen so, dass das Haus nicht auskühlt. Die Wartezeit davor bestimmen eher Förderantrag und Lieferzeit des Geräts, einen realistischen Termin nennen wir Ihnen, sobald die Planung steht.
Wie viel Wartung braucht eine Wärmepumpe?
Weniger als eine Öl- oder Gasheizung. Es gibt keinen Brenner, der verrußt, keinen Schornstein und keine Abgasmessung. Wir empfehlen trotzdem einen Blick einmal im Jahr: Außengerät frei von Laub, Filter sauber, Einstellungen passend zum Haus. So bleibt die Anlage auch nach Jahren so sparsam wie am ersten Tag.
Lohnt sich die Wärmepumpe zusammen mit einer Solaranlage?
Ja, gerade im Frühjahr und Herbst, wenn die Sonne schon Strom liefert und das Haus noch Wärme braucht. Die Wärmepumpe verbraucht dann zuerst Ihren eigenen Strom statt teuren Netzstrom. Sie können beides nacheinander bauen. Planen wir es von Anfang an zusammen, passen Anlagengröße, Speicher und Wärmepumpe aber zueinander. Mehr dazu auf unserer Solar-Seite.
Was kostet die Beratung, und wo sind Sie unterwegs?
Die Erstberatung kostet nichts und verpflichtet zu nichts. Wir kommen in ganz Hamburg und ins Umland, von unserem Sitz in Hamburg-Sasel aus, und sehen uns Haus, Heizung und den Platz für das Außengerät an. Danach wissen Sie, ob sich eine Wärmepumpe bei Ihnen lohnt, was sie kostet und was davon gefördert wird.